Wer ist eingeladen? Was darf man für sich erwarten?
Jährlich kommen über 750 Männer auf den Lindenberg. Die Woche ist für sie so wertvoll, dass viele schon zehn, zwanzig, dreißig Mal auf dem Lindenberg waren. Sie erfahren diese Tage als hilfreich für Geist, Leib und Seele.
Diese Woche ist ein Weg aus dem Alltagstrott, um in einer Gruppe von Gleichgesinnten zu sich selbst zu finden und in der Gegenwart Gottes zur Ruhe zu kommen - und sich dann mit neuer Kraft und mit Freude dem Alltag und seinen Herausforderungen zu stellen.
Es ist immer wieder eine Überraschung, wie schnell sich auf dem Lindenberg eine intensive und stärkende Gemeinschaft unter Männern bildet. Man ist an das Psalmenwort erinnert: "Seht, wie schön und wie gut es ist, wenn Brüder in Eintracht zusammen leben. Ihnen schenkt der Herr immer und ewig Leben." (Psalm 133)
Die Tage auf den Lindenberg sind abwechslungsreich gestaltet
Mit dem geistlichen Leiter der Gebetswache, Rektor Albert Eckstein, erleben die Männer gemeinsame Gottesdienste und thematische Gesprächsrunden. Er ist für die Männer ansprechbar und hat ein offenes Ohr für die Lebensfragen der Männer. Zur eucharistischen Anbetung teilen sich die Männer in sieben Kleingruppen von zwei bis drei Männern auf, damit zu jeder Stunde, Tag und Nacht, Männer vor dem Allerheiligsten verweilen. Jeder Mann kann dazu seine Wünsche einbringen. Keiner wird überfordert, jeder hat - neben den Stunden der Anbetung und des Gebetes - genügend Zeit zur Erholung, für Gespräche und zur Begegnung.
Bruder Klaus von der Flüe, Patron der Gebetswache
Ein Beispiel für das "Wachen und Beten in der Gegenwart Gottes" ist der Heilige Nikolaus von Flüe. Als Beter wurde er ein Friedensstifter, der in den politischen und gesellschaftlichen Konflikten seiner Zeit der Versöhnung und dem gerechten Ausgleich Wege bahnte. Betend wurde er zum Deuter der Zeichen der Zeit, betend gab er Antwort auf die Herausforderungen der Zeit. Klaus war ein politischer Mensch, weil seine Nähe zu Gott ihn ganz offen machte für die Nöte der Menschen, für das politische Geschehen, für die Gestaltung der Zukunft.
Wie hat das alles begonnen?
Im September 1955 hat eine Gruppe von 35 Männern aus der Erzdiözese Freiburg in der Ranft von Bruder Klaus die Reise von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer nach Moskau betend begleitet. Das Ergebnis der Reise war die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus Russland. Dieses Ereignis hat die Gebetswache auf dem Lindenberg stark geprägt. Es war Prälat Alois Stiefvater, der damalige Diözesanmännerseelsorger, der die Anregung dazu gab, nach dem Vorbild der Gebetswache auf dem Odilienberg im Elsass auch auf dem Lindenberg im Schwarzwald eine Männergebetswache zu initiieren. Er unterstützte und inspirierte die Männer der ersten Stunde in ihrem Zeugnis des Glaubens und ihrem Dienst des Gebets für den Frieden der Welt.
Wie ist es mit den Kosten?
Niemand soll aus finanziellen Gründen von der Teilnahme an der Gebetswache ausgeschlossen sein. Deshalb begleichen die Männer nach ihrer Selbsteinschätzung ihren Beitrag anonym in einem verschlossenen Umschlag. Manche Männer können mehr geben als den vorgesehenen Tagessatz und tragen so andere mit.
Wollen Sie sich anschließen?
Wenn Ihr Interesse an der Gebetswache geweckt wurde, wenn Sie genauere Informationen (Kosten, Termine usw.) erhalten möchten, wenden Sie sich an die Diözesanstelle des Katholischen Männerwerks in Freiburg. Dort erfahren Sie auch die Adressen der Obmänner der Gebetswache und können Kontakt aufnehmen mit einer Lindenberggruppe in Ihrer Nähe.
Sie sind herzlich eingeladen!
Im Kreis von Männern Stille und intensive Gespräche erleben. In geborgener Atmosphäre um Frieden und Versöhnung beten. Eine Woche in einer wunderschönen Landschaft Pause machen






